Blässe, Müdigkeit und Konzentrations-Probleme: Symptome eines Eisenmangels bei Kindern

Eisenmangel führt bei Kindern zu Schwierigkeiten in der Konzentration oder schlimmstenfalls zu Entwicklungs-Störungen. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte den Eltern, genau auf die Eisenmangel-Symptome bei Kindern zu achten. Ein rechtzeitig erkannter Mangel in Kombination mit geeigneten Maßnahmen oder Therapien verhindert die negativen Folgen des Defizits.

Kinder besitzen aufgrund des Wachstums-Schubs im ersten und zweiten Lebensjahr einen erhöhten Eisenbedarf. Später benötigt der Körper in der Pubertät ebenfalls deutlich mehr Eisen. Infolgedessen neigen Kinder zu einem Eisenmangel. Eltern erkennen den Mangel anhand charakteristischer Symptome.

 

Eisenmangel erkennen und entgegenwirken

Kind schläft

Müdigkeit beim Kind © grafikplusfoto – Fotolia.com

Spröde Nägel und Haare: erste Symptome eines Eisenmangels

Erhält der Körper des Kindes zu wenig Eisen, um den Bedarf zu decken, führt der Mangel zu äußerlich sichtbaren Symptomen. Zu Beginn eines Eisenmangels neigen sie zu spröden Nägeln. Gleichermaßen zeigen sich in der frühen Phasen spröde Haare und trockene Haut. Zu den weiteren ersten Anzeichen gehören Veränderungen der Schleimhaut im Mund, der Lippen und der Zunge sowie rissige Mundwinkel.

Trotz der geschilderten ersten Anzeichen kompensiert der Körper das Eisendefizit im frühen Stadium weitgehend. Sofern das vorhandene Eisen weiterhin den benötigten Bedarf unterschreitet, treten zusätzliche Eisenmangel-Symptome bei Kindern auf. Bei einem anhaltenden Mangel verschlechtert sich die Sauerstoff-Versorgung durch das Blut, da die erforderlichen roten Blutkörperchen abnehmen.

 

Blutarmut als Folge des Eisenmangels führt zu Blässe und Müdigkeit

Folglich führt der Eisenmangel zu einer Blutarmut (sogenannte Anämie). Infolgedessen entstehen Eisenmangel-Symptome bei Kindern, welche auf die verschlechterte Sauerstoff-Versorgung der Zellen im Körper zurückgehen. Als typisches Anzeichen gilt die anhaltende Müdigkeit, die zusätzlich mit einem lustlosen Verhalten einhergeht. Außerdem erkennen die Eltern Schwierigkeiten ihrer Kinder bei der Konzentration. Mitunter treten darüber hinaus Kopfschmerzen und Schwindel auf. Zudem gehört die Blässe im Gesicht zu den charakteristischen Symptomen eines Eisenmangels.

Vereinzelt zeigen Kinder aufgrund eines Eisendefizits einen Heißhunger auf Objekte oder Gegenstände, die nicht als Nahrung dienen. Hierzu zählt beispielsweise Erde. Ferner befindet sich rosafarbiges oder rötlicher Urin in der Liste der bekannten potenziellen Eisenmangel-Symptome bei Kindern.

 

Erhöhte Infekt-Anfälligkeit durch Eisendefizit bei Kindern

Angesichts der Unterversorgung mit Eisen neigt der Körper zu weiteren Krankheiten. Deshalb zählt die erhöhte Anfälligkeit für Infekte ebenfalls zu den klassischen Anzeichen bei Kindern. In schwerwiegenden Fällen geht der Eisenmangel mit Entwicklungs- und Wachstums-Störungen einher. Das gilt insbesondere für Kleinkinder.

Experten raten Eltern, auf die geschilderten Eisenmangel-Symptome bei ihren Kindern zu achten. Das gilt in besonderem Maße für Entwicklungs-Phasen, in denen der junge Körper einen erhöhten Eisenbedarf aufweist. Die erste kritische Abschnitt beginnt mit ungefähr sechs Monaten. Außerdem benötigen Jungen in der Pubertät aufgrund des Muskel-Wachstums und Mädchen wegen der einsetzenden Menstruation mehr Eisen.

Zusätzlich gilt die Empfehlung, präventiv durch eine ausgewogene, eisenhaltige Ernährung einem Mangel vorzubeugen. Die erläuterten Symptome eines Eisenmangels treten nicht bei allen Kindern auf oder zeigen sich lediglich schwach ausgeprägt. Deswegen fällt es mitunter schwer, ein Defizit an Eisen zu erkennen. Die drohenden Entwicklungs-Störungen umgehen die Eltern, indem sie ihr Kind gesund und durch Nahrungsmittel mit hohem Eisengehalt ernähren.

 

Gründe, Symptome und Therapie der Mangelerscheinung bei Kindern

Der Eisenbedarf fällt bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen hoch aus. Bleibt die über die Nahrung aufgenommene Dosis des Spurenelements unter dem täglichen Bedarf, entsteht ein Mangel.

Eisenmangel bei KindernEisen übernimmt im Körper mehrere wichtige Funktionen. Es spielt beim Sauerstoff-Transport eine entscheidende Rolle und wirkt sich auf die Muskeln, die Haut, die Nägel und die Haare aus. Kinder besitzen aufgrund des Wachstums einen vergleichsweise hohen Bedarf an Eisen.

Dadurch steigt die täglich empfohlene Dosis, welche nicht alle Personen über ihre Nahrung decken. Durchschnittlich leidet eines von zehn Kindern an einem Eisenmangel. Im weiteren Verlauf folgen ausführliche Informationen über die Gründe, die Folgen und die Prävention von Eisenmangel bei Kindern.

 

Täglicher Eisenbedarf nach Altersgruppen

Der empfohlene Tagesbedarf an Eisen einer erwachsenen Person liegt zwischen zehn (Mann) und 15 Milligramm (Frau). Kinder überschreiten die genannten unteren Werte bereits ab einem Alter von zehn Jahren. Die folgende Übersicht listet die Zunahme des täglichen Bedarfs mit dem Alter auf:

  •    Neugeborene bis vier Monate: 0,5 Milligramm,
  •    Babys zwischen vier und zwölf Monaten: acht Milligramm,
  •    Kinder zwischen einem und sieben Jahren: acht Milligramm,
  •    Jungen zwischen zehn und 15 Jahren: zwölf Milligramm
  •    Mädchen zwischen zehn und 15 Jahren: 15 Milligramm

Angesichts des erläuterten großen Bedarfs besteht ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel bei Kindern.

 

Gesunde, ausgewogene Ernährung verhindert Eisenmangel

Im Normalfall nimmt der menschliche Körper das Eisen über die Nahrung auf. Das bedeutet im Umkehrschluss: Der Eisenmangel bei Kindern begründet sich in einer unzureichenden Ernährung. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Essgewohnheit bildet die Basis für die ausreichende Zufuhr von Eisen. Sie setzt sich aus Obst, Gemüse und Fleisch zusammen. Das Letztgenannte übernimmt eine wichtige Rolle. Deswegen fällt bei vegetarisch ernährten Kindern die Gefahr eines Eisenmangels nochmals höher aus.

Die angesprochene ausgewogene Ernährung hilft, einem Eisenmangel bei Kindern vorzubeugen. Einen hohen Anteil an Ferrum weist Rindfleisch auf. Allgemein verarbeitet der Körper tierisches Eisen besser als die pflanzliche Variante des Spurenelements. Dennoch gehören Obst und Gemüse gleichermaßen zu einer gesunden Ernährungsweise, um den Mangel bei Kindern zu verhindern. Diesbezüglich zählen Hirse, Weizen, Spinat, Salat, Johannisbeeren oder Himbeeren zu den eisenhaltigen Nahrungsmitteln.

 

Symptome eines Eisenmangels bei Kindern

Zehn Prozent aller Kinder leiden an einem Eisenmangel. Das äußert sich zunächst durch Blässe im Gesicht, fehlendem Appetit, Lustlosigkeit und Konzentrations-Schwächen. Der Grund für die Symptome liegt in den Funktionen, die das Spurenelement übernimmt. Der Körper benötigt Eisen, um den Blutfarbstoff Hämoglobin zu bilden. Das Hämoglobin verantwortet den Sauerstoff-Transport von der Lunge in die Organe.

Erhält der Körper zu wenig Eisen, entsteht weniger vom Blutfarbstoff. Das verursacht eine durch den Eisenmangel ausgelöste Blutarmut, die eine verschlechterte Versorgung der Organe mit Sauerstoff hervorruft. Im schlimmsten Fall führt der Eisenmangel bei Kindern zu Entwicklungs-Störungen. Ein Sonderfall stellt der Eisenmangel bei Un- und Neugeborenen dar. Während der Schwangerschaft erhöht sich der tägliche Eisenbedarf der künftigen Mutter. Sofern sie den gestiegenen Bedarf nicht deckt, beeinträchtigt der Mangel den Entwicklungsprozess des ungeborenen Kindes. Oftmals kommen betroffene Kinder mit zu kleinen Körpermaßen zur Welt. Ferner wirkt sich die Unterversorgung möglicherweise auf den Geisteszustand aus.

Kritische Phasen des Eisenmangels bei Kindern

Nach der Geburt reduziert sich der Anteil des in der Muttermilch enthaltenen Ferrums innerhalb von sechs Monaten um die Hälfte. Parallel wächst das Baby, woraus ein erhöhter Eisenbedarf resultiert. Das erfordert spätestens ab dem fünften Schwangerschafts-Monat den Einsatz von zusätzlicher, eisenreicher Kost neben der Muttermilch.

Eine zweite kritische Phase findet im Alter von elf bis 14 Jahren statt. In dem genannten Zeitraum zeigt sich vor allem bei den Jungen ein Wachstums-Schub, währenddessen sie Muskelmasse aufbauen. Muskeln enthalten den roten Farbstoff Myoglobin, dessen Produktion ebenfalls Eisen voraussetzt. Bei den Mädchen setzt in der Pubertät die Menstruation ein. Infolge der monatlichen Blutung verliert der weibliche Körper Ferrum.

Außerdem entscheiden sich die Jugendlichen im besagten Alter oftmals für eine Sportart. Im Hinblick auf den Eisenmangel bei Kindern stellt der Ausdauersport eine Gefahr dar. Die zugehörigen sportlichen Aktivitäten gehen mit einem erhöhten Bedarf an Eisen einher. Hierbei reicht häufig eine ausgewogene Ernährung nicht aus, um die notwendige tägliche Zufuhr zu realisieren. Deswegen empfiehlt sich in derartigen Situationen die ergänzende Einnahme von Ferrum in Form geeigneter Präparate.

 

Therapie des Eisenmangels mit Präparaten

Die angesprochenen Eisen-Präparate kommen ebenfalls zum Einsatz, um einen aufgetretenen Eisenmangel bei Kindern zu behandeln. Mediziner raten zu den Nahrungsergänzungs-Mitteln im Falle eines ausgeprägten Mangels, bei dem eine veränderte Ernährung nicht ausreicht. Die Therapie erfolgt entweder über Tabletten oder mit einer Infusion. In der Regel ziehen die Ärzte die orale Behandlung vor.

 

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Zusammengefasst fällt das Risiko eines Eisenmangels bei Kindern hoch aus. Er zeigt sich durch Schwierigkeiten bei der Konzentration oder durch Müdigkeit, Blässe und fehlenden Appetit. Experten raten den Eltern, bei ihren Kindern auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um dem Mangel vorzubeugen.

 

Zusammenfassung der wesentlichen Symptome eines Eisenmangels bei Kindern

Zusammengefasst beginnt der Eisenmangel bei Kindern mit Anzeichen wie brüchigen Fingernägeln oder spröden Haaren. Ein anhaltender Mangel führt zu Blutarmut, die sich in weiteren Symptomen zeigt. Dazu gehören insbesondere Blässe, Schwierigkeiten bei der Konzentration sowie Müdigkeit.

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